Rechtsanwältin Gudula Reinhardt, Fachanwältin für Familienrecht

Kosten und Gebühren

Vor Mandatserteilung informieren wir Sie gerne über die Höhe der zu erwartenden Kosten und im Falle einer streitigen Auseinandersetzung über das Kostenrisiko. Soweit sich die Gebühren nach dem Gegenstandswert richten, weisen wir vorab darauf hin.

Die gesetzlichen Vorschriften

Seit dem 01.07.2004 gilt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und das Vergütungsverzeichnis zum RVG (VV RVG).

Sollten Sie rechtsschutzversichert sein, übernehmen wir bei Bedarf die Einholung dder Deckungszusage Ihrer Rechtsschutzversicherung und rechnen mit dieser unmittelbar ab. Bei nur teilweiser Rechtsschutzgewährung sowie bei eventuell anfallenden Selbstbeteiligungen rechnen wir direkt mit Ihnen ab.

Auskunft/Rat

Für Auskünfte und Beratungsowie die Erstellung von Rechtsgutachtensollen seit dem 01.07.2006 individuelle Vergütungsvereinbarungen abgeschlossen werden. Die Höhe der Vergütung orientiert sich an den Besonderheiten Ihres Falles sowie an den voraussichtlichen Schwierigkeiten und dem Umfang der anwaltlichen Tätigkeit. Für die Beratung von Verbrauchern gilt ein Höchstsatz von 250,00 €.

Einkommensschwache Mandanten

Sie besorgen sich einen Berechtigungsschein für Beratungshilfe beim zuständigen Amtsgericht Ihres Wohnortes. Dort müssen Sie Ihre Einkünfte (z.B. Sozialleistungen, Arbeitslosengeld) und Ihre Ausgaben ( z.B. Miete, Fahrtkosten, notwendige Versicherungen) nachweisen. IIhr Eigenanteil für die anwaltliche Beratung/außergerichtliche Vertretung beträgt dann nur 10,00 €.

Ihre Vertretung gegenüber Dritten

außergerichtliche Vertretung

Maßgeblich ist in der Regel der sogenannte Gegenstandswert. Dieses ist der Wert, der Ihrem wirtschaftlichen Interesse (z.B. auf Zahlung von 5.000,00 € aus Kaufvertrag) entspricht. Bei nicht vermögensrechtlichen Streitigkeiten (z.B. Anspruch auf Unterlassung von Mobbinghandlungen) gelten die Besonderheiten des Einzelfalles.

Wenn wir Ihre Interessen gegenüber Dritten außergerichtlich wahrnehmen sollen, können z.B. folgende Gebühren anfallen:

  • eine Geschäftsgebühr (0,5 - 2,5 der vollen Gebühr)
  • eine Einigungsgebühr (1,5 der vollen Gebühr)
  • eine Terminsgebühr ( 1,2 der vollen Gebühr) bei Klageauftrag


Die gerichtliche Vertretung

Für die erste Instanz können z.B. folgende Gebühren anfallen:

  • eine Verfahrensgebühr (1,3 der vollen Gebühr)
  • eine Terminsgebühr ( i.d.R. 1,2 der vollen Gebühr)
  • eine Einigungsgebühhr ( 1,0 der vollen Gebühr)

Die Höhe der vollen Gebühr wird aus der Anlage 2 zu § 13 I RVG entnommen. Diese können Sie unter www.brak.de abrufen.

Neben den o.g. Gebühren fallen i.d.R. noch Auslagen an, z.B. für Postausgang und Kopierkosten. Auf die Gebühren und Auslagen ist die gesetzliche Mehrwertsteuer zu entrichten.

Prozeßkostenhilfe

Einkommensschwache Mandanten können z.B. im Falle gerichtlicher Geltendmachung Ihrer Ansprüche Prozeßkostenhilfe ggfs. unter Beiordnung Ihrer Anwältin beantragen. Voraussetzng dafür ist, daß Ihr Anliegen hinreichendde Aussicht auf Erfolg hat und nicht mutwillig erscheint. Im Falle der Gewährung sind Sie von der Zahlung der Anwaltsgebühren und Auslagen der eigenen Anwältin sowie der Gerichtskosten entweder vollständig befeit oder müssen ggfs. nur Raten zahlen.

Gerichtskosten

Die Inanspruchnahme des Gerichts z.B. durch Einreichung einer Klage verursacht Gerichtskosten. Die Höhe richtet sich nach dem Gerichtskostengesetz (GKG) Einkommensschwache Mandanten können eventuell durch Prozeßkostenhilfe von der Zahlung eines Gerichtskostenvorschusses befreit werden.

Vergütungsvereinbarung

Der Abschluß eiiner schriftlichen Vergütungsvereinbarung kann anngezeigt sein, wenn dies auf Grund der Schwierigkeit, der Bedeutung oder des Umfangs der Angelegenheit erforderlich ist, um die Qualität und den Zeitaufwand der anwaltlichen Tätigkeit angemessen zu honorieren.

Sowohl die Vereinbarung eines Stundensatzes als auch eines Pauschalhonorars sind möglich.

Kostenerstattung

Inwieweit Sie Gebühren und Auslagen Ihrer Anwältin und Gerichtskosten nach Abschluß der Instanz erstattet bekommen können, richtet sich i.d.R. danach, inwieweit Sie den Prozeß ganz oder teilweise gewonnen haben oder ob Sie unterliegen. Auch die Gewährung der Prozeßkostenhilfe entbindet Sie nicht davon, im Falle des Unterliegens die Kosten der Gegenseite zu tragen.

Zu den Besonderheiten des Arbeitsgerichtsprozesses gehört, daß auch dann, wenn Sie den Prozeß gewonnen haben, Sie die Kosten Ihrer eigenen Anwältin selbst tragen müssen.

Die genannten gesetzlichen Regelungen finden Sie unter folgendem Link:

www.brak.de